Mephisto ist ein Film von István Szabó aus dem Jahr 1981. Gezeigt wird das Leben des jungen Schauspielers Hendrik Höfgen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Klaus Mann, der bis zur Wiedervereinigung verboten war. Der junge Höfgen ist Schauspieler am Hamburger Theater. Der zweite Weltkrieg bricht aus und die Nazis kommen an die Macht. Höfgen ist der Meinung, dass Kunst mit Politik nichts zu tun hat und ihm als Künstler die Machthabenden nichts anhaben können. Eine Flucht ins Ausland kommt für ihn nicht in Frage.…
Mephisto ist ein Film von István Szabó aus dem Jahr 1981. Gezeigt wird das Leben des jungen Schauspielers Hendrik Höfgen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Klaus Mann, der bis zur Wiedervereinigung verboten war. Der junge Höfgen ist Schauspieler am Hamburger Theater. Der zweite Weltkrieg bricht aus und die Nazis kommen an die Macht. Höfgen ist der Meinung, dass Kunst mit Politik nichts zu tun hat und ihm als Künstler die Machthabenden nichts anhaben können. Eine Flucht ins Ausland kommt für ihn nicht in Frage. Er als Schauspieler, der auf die deutsche Sprache angewiesen ist, sieht seine Zukunft nur in Deutschland. Um überleben zu können arrangiert er sich mehr und mehr mit dem System und seinen ausführenden Organen. Der preußische Ministerpräsident sieht Höfgen in einer Mephistoaufführung und ist von seiner Darbietung begeistert. Der Minister wird der neue einflussreiche Gönner an Höfgens Seite. Mehr und mehr wird Höfgen abhängig vom System und ist zum Schluss nur noch eine Spielfigur. Auch als Intendant des Staatstheaters hat Höfgen kaum noch Einfluss auf das Theater und kreative Freiheit. Die Auswahl der Stücke und die Besetzungen der Rollen werden vorgeschrieben. Immer mehr kommt das Hauptmotiv des Films deutlich hervor. Der Film zeigt einen Menschen, der sich angesichts der Entwicklung in seinem Land vor Gewissensfragen gestellt sieht und sich dabei immer wieder zu der Idee zu retten versucht, dass seine Kunst abseits von aller Politik angesiedelt sei. Besonders beeindruckend ist die im Münchener Olympiastadion inszenierte Schlussszene. Scheinwerfer verfolgen Höfgen der davonläuft und verzweifelt ausruft: Was wollt ihr von mir? Ich bin doch nur ein Schauspieler! Er sieht sich noch immer unabhängig vom politischen Geschehen obwohl er schon längst ein Bündnis mit ihnen eingegangen ist. Absolut überzeugend spielt Klaus Maria Brandauer die Rolle des Hendrik Höfgen. Trotz einer Spielzeit von über zwei Stunden gibt es keine Stelle an der der Film sich zieht oder langatmig wird.